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JOSEPH BEUYS / 3-TONNEN-EDITION

Nichts Geringeres als ein "Unterwasserdruckbuch" plante der Mann mit dem Filzhut, Joseph Beuys, gemeinsam mit Lothar Wolleh, dem Fotografen aus Düsseldorf. Anfang der 70er Jahre ließ er sich während eines Ausstellungsaufbaus in Schweden per Zufallsaufnahmen ablichten. Aus Kunst wurde neue Kunst, auch wenn das eigentliche Projekt unvollendet blieb. Es entstanden lediglich drei Probedrucke, deren lose Folien Beuys übermalte, bedruckte, collagierte, ausstanzte, stempelte oder mit einer signifikanten Hut-Zeichnung versah. Diese Einzelstücke gelangten dann unter dem gemeinsamen Titel "3-Tonnen-Edition" in den Kunsthandel. Beuys großartige Begabung der Materialanverwandlung und ästhetischen Selbststilisierung kam wieder einmal kongenial zum Ausdruck.

[ART-TEXT / LUMAS / MAGALOG MEDIEN / HERBST 2012]