INTRO
CV
BIBLIOGRAPHIE
SERIES

STEPHEN HALEY

Der australische Künstler Stephen Haley bezeichnet seine urbanen Bildkompositionen als Virtuelle Fotografien. Sie entstehen mit Hilfe von 3-D Graphikprogrammen, deren Perspektivprinzipien seit der Renaissance gelten. Was an den wohl durchdachten Raumwelten dieser verspiegelten Gebäudekompositionen besonders erstaunt, ist der Rausch der globalen Intimität, der aus dem Tiefenraum jeder künstlichen Wohnwabe hervorgeht. Jede dieser Visionsarchitekturen ist zugleich ein sinnliches Denkbild. Der Künstler schlägt eine visuelle Brücke von der Renaissance über die Gegenwart in die digitale Zukunft. Spiegelungen spielen eine große Rolle in Haleys Gedankenkosmos. Glas wird zur Zentralmetapher des menschlichen Zusammenhangs. Was verbindet uns? Was unterscheidet uns? Fragen, die von Haleys Bildern ästhetisch und spannungsreich diskutiert werden.

[ART-TEXT FÜR LUMAS / MAGALOG MEDIEN / FrÜHJAHR 2012]