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HOLGER LIPPMANN / GENERATIVE ART

Als generative art oder e-art bezeichnet der in Dresden und Stuttgart ausgebildete Künstler Holger Lippmann seine Bildwerke. Es gab einen Moment in seinem Schaffen, da ihm bewusst wurde, den klassischen Zeichenstift gegen den digitalen eingetauscht zu haben. Das bedeutet nicht, dass er nun gar nicht mehr zum klassischen Zeichenstift greift. Aber der Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit hat sich eindeutig verschoben. Er besteht heute in der Umsetzung eigens programmierter digitaler Zeichentechniken, die Lippmann auf unterschiedliche Themen anwendet.

Seine Sujets reichen von gegenständlichen Motiven wie Blumen über geometrische Figurenspiele bis hin zu überlagerten Matrixstrukturen und ins Sichtbare übersetzen Geräusch-Bildern. Mit Hilfe seiner Zeichenprogramme kompiliert er filigrane Strukturen und abstrakt-geometrische Muster, um sie anschließend zu überlagern und zu variieren, bis das Bild seinen gewünschten Ausdruck angenommen hat.

Obwohl im Wesen abstrakt, erweisen sich seine Motive an das Gegenständliche zurück gebunden. Lippmann arbeitet dabei in Serien. Insbesondere seine Serie japanischer Kirschblüten zeigt sich ausgesprochen gegenständlich. Lippmann zitiert die Tradition des Hanami und unterzieht die Kirschblüten einer stilistischen und zeichnerischen Neuinterpretation. Das Aufgreifen der Tradition und die vollständige digitale Anverwandlung im Bild gelingen auf eindrucksvolle Weise. Von den Motiven geht eine ausgesprochen feine und sanfte Bannkraft aus.

[ART-TEXT FÜR LUMAS / MAGALOG MEDIEN / HERBST 2011]