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OLAF HAJEK / FLOWER HEADS

Fünf neue Motive serviert der Shootingstar unter den internationalen Illustratoren, der Deutsche Olaf Hajek. Hajek ist ein Magier der Farben und Formen, zudem ein fabulöser Geschichtenerzähler. Mit leichter Hand verbindet er ornamentale Blütenmäander und fauvistische Stile zu kraftvollen, exotisch anmutenden Frauenporträts.

Unter dem Namen Flower Head begegnet der Betrachter einer "Black" sowie einer "African Antoinette". Der Name scheint nicht zufällig identisch zu sein mit einer für ästhetisch prunkvolle Lebensart bekannten Königin am Ende des französisch-monarchistischen Zeitalters, und nicht umsonst kreiert Hajek seine kreolischen und afrikanischen Schönheiten als üppige Blumenhäupter. Noch stärker als die Königinnen-Anspielung erweist sich der Bezug zum Genre des Stillebens und zur Form der barocken Allegorie. In die ornamentale Blütenpracht sind kleine verschlungene Erzählungen eingeflochten, die in ihrem Detailreichtum wie ein verspielter Subtext zum Sujet des Porträts erscheinen.

Schönheit existiert nur dort, wo es auch Verblühen gibt, sie gehört zum Regelkreislauf des Lebens, dies sagen uns die Bilder. Sie ist eine natürliche Form, bei der fortwährend das Eine aus dem Anderen erwächst. So verwandeln sich die zarten Glieder eines auf dem Rücken liegenden Vogels in die Wurzeln und Äste eines neuen jungen Baums. Solcherlei phantastische Metamorphosen und verschlungene Sujets zeichnen Hajeks Bilder aus. Und deshalb sind sie derzeit so beliebt in den Art-Redaktionen von SZ-Magazin, Du, Stern, Plansponsor, Fortune und The New Yorker.

[ART-TEXT FÜR LUMAS / MAGALOG MEDIEN / HERBST 2011]