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HARALD KLEMM / KOMPARATIV SUPERLATIV

Es gibt Bildtitel, die lenken den Blick nicht nur auf das, was auf einem Bild zu sehen ist, sondern sie entlocken ihm weit mehr. Dieser Art sind auch die Arbeiten von Harald Klemm: Bereits der Seriennamen "The summer was nice" lockt den Betrachter ins Freie. Was ihn dort erwartet, könnte idyllischer nicht anmuten. Sommerliche Versprechen klingen im Bildtitel an: "Yellow summer house", "Red summer house", "Summer side park" und "Block House". Das Versprechen wird eingelöst. Und es geschieht noch mehr: Die Bilder animieren zu einem Abgleich mit unserer Erinnerung. Was sehen wir? Und wie fühlen wir es? Klemms Bilder sind malerische Idyllen, die in ihrer je eigenen Textur und Farbgebung wie expressive Steigerungen ihrer selbst erscheinen - Idyllen, die mit sich selbst multipliziert wurden und ein Vielfaches ihrer selbst darstellen. Die Farben glühen auf vor expressiver Kraft. Doch der innere Eindruck, die besondere Impression beim Betrachten des Bildes, bleibt mindestens genauso wesentlich, wenn nicht sogar bedeutender.

[ART-TEXT FÜR LUMAS / MAGALOG MEDIEN / FRÜHJAHR 2011]