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CHRISTINA MAROTZKE / GRAPHITE MORT

Fixiert, zugleich Licht und Luft ausgesetzt, führen Christina Marotzkes schwarze Bildobjekte ein dramatisches Eigenleben. Das in unzähligen Schraffuren aufgetragene Graphit suggeriert metallische Härte und geschliffenen Glanz. Doch ist die monochrom schimmernde Oberfläche der Zeit unterworfen, das Graphit rieselt in minimalen Spuren ab. Der eigentliche Malgrund bleibt verborgen, auch dies erinnert an das wahre Leben. Schwarz ist und bleibt zeitlos. Dass es darüber hinaus zu atmen und in langen Amplituden eines romantisch-dunklen Herzens zu schlagen versteht, beweisen diese wunderbar eigenwilligen Arbeiten. Die Künstlerin selbst versteht sich als Materialverwandlerin. Eine These, die von ihrem frisch renovierten, neu bezogenen und nach weißer Farbe duftenden Atelier absolut bestätigt wird.

[AUSSTELLUNGSTEASER SÜDWESTPASSAGE / 2011]